Wie man gute Anzeigenmotive gestaltet

//Wie man gute Anzeigenmotive gestaltet

Wie man gute Anzeigenmotive gestaltet


Der beste Mediaplan bringt nichts, wenn die Kreation nicht stimmt. Und trotzdem machen sich viel zu wenig Werber tiefergreifende Gedanken über das Erscheinungsbild der von ihnen gestalteten Anzeigenmotive. Dabei gibt es Unmengen an Studien und Analysen zur Wirkung und Gestaltung von Anzeigenmotiven. Einige davon sind kostenlos im Internet zu finden. Die Links dazu findet Ihr am Ende dieses Beitrags.

Um Euch die Suche ein wenig zu erleichtern, hab ich die wichtigsten Erkenntnisse zur Gestaltung von Anzeigenmotiven hier für Euch zusammengefasst. Auf dass es in Zukunft nur noch gelungene Printwerbung in Deutschland gibt…

Viel Spaß bei der Lektüre!

 

1. Text-Bild-Balance

Großformatige Bilder sorgen für Aufmerksamkeit.

Der Bildanteil sollte höher sein als der Textanteil.

2. Motiv / Headline / Copy

Das Bildmotiv sollte im oberen Teil der Anzeige sein. Im unteren Drittel sollten Headline und Copy folgen.

Eyecatcher/Keyvisuals sollten mittig platziert sein.

3. Blickführung

Das Anzeigenmotiv sollte keine harten optischen Barrieren enthalten.

Die Texte sollten harmonisch ins Bild integriert werden.

Die Copy sollte rechts neben oder unter dem Visual platziert werden.

4. Logoplatzierung

Etabliert und bei Betrachtern gelernt ist die Platzierung des Logos unten rechts.

Der Blick sollte direkt zum Logo hinführen und nicht durch optische Barrieren unterbrochen werden.

5. Bilder

Bilder werden als erstes beachtet, wirken schnell und überzeugend, lösen Emotionen aus und werden gut erinnert.

Das Hauptmotiv sollte sich klar vom Hintergrund abheben.

Das Bild muss auf den ersten Blick erkennbar sein.

6. Physische Reize

Übernatürliche Größe fällt auf.

Farben ziehen Aufmerksamkeit auf sich und transportieren Bedeutung.

7. Emotionale Motive, die auffallen

Aufmerksamkeitsstarke Motive in nachlassender Reihenfolge:

Menschen (1. Gesichter, 2. Augen, 3. Mund, 4. Nase)

Erotik

Babys

Tiere

8. Schriften

Gut lesbar sind klassische Serifenschriften mit einer Schriftgröße über neun Punkt.

Versalien und Negativschrift verhindern die einfache Erkennbarkeit.

Die optimale Spaltenbreite für einen Textblock liegt bei 35 bis 45 Anschlägen.

Absätze sollten luftig und übersichtlich gesetzt werden, Hervorhebungen lenken dabei die Aufmerksamkeit.

9. Stil und Inhalt von Werbetexten

Die ideale Headline besteht aus fünf bis acht Wörtern und sollte möglichst den Produkt- oder Markennamen enthalten.

Satzzeichen (Punkt, Doppelpunkt, Ausrufezeichen) unterbrechen den Lesefluss, daher sollte am Ende der Headline (oder Subhead) darauf verzichtet werden.

Im Fließtext sind Sätze mit bis zu 18 Wörtern noch gut verständlich.

Sätze im Indikativ oder Imperativ sowie aktive Formulierungen sprechen Leser direkt an.

Rhetorische Figuren, vor allem Wiederholungen, Metaphern und Vergleiche, oder Wortspiele und Neuschöpfungen machen den Text prägnanter und bildlicher.

Weitere Informationsquellen zum Thema Anzeigengestaltung

Bauer Media Akademie: Einflussgrößen der Anzeigenwirkung: Erkenntnisse aus 10 Jahren Anzeigen-Copytests. Hamburg 2003

MediaAnalyzer: Wie wirken Printanzeigen? Eine empirische Studie zur Wahrnehmung von Print-Anzeigen. Hamburg 2003

VDZ- Verband Deutscher Zeitschriftenverleger: Eyetracking: Die Kunst des Augenblicks. Dokumentation Publikumszeitschriften – Wie Werbung wirkt. Band 6. Berlin 2007.

WirtschaftsWoche PraxisWissen Anzeigengestaltung

 

2014-11-19T12:21:08+00:00 2012/08/15|Praxiswissen|Kommentare deaktiviert für Wie man gute Anzeigenmotive gestaltet