Die Anzeigenumsätze von Zeit und SZ Magazin gingen auch in 2011 wieder steil nach oben. Und das, obwohl es sich doch eigentlich „nur“ um Zeitungsbeilagen handelt. Natürlich mag das an der redaktionellen Qualität liegen. Aber ist das der einzige Grund? Zeit für eine kleine Analyse.

Die Brutto-Werbespendings

Betrachtet man die Brutto-Werbespendings (Basis: Nielsen Media) über die letzten 5 Jahre, dann kommt man nahezu auf eine Verdopplung der Umsätze. Allein im letzten Jahr konnten die beiden Titel um einen zweistelligen Betrag zulegen. Und das im Markt für Publikumszeitschriften, der spätestens seit 2008 stark rückläufig ist. Wie kommt das?

Die große Schwester wird’s schon richten

Eines haben beide Titel gemeinsam: Sie haben eine erfolgreiche große Schwester, die dafür sorgt, dass genug Geld in die Kasse gespült wird – seien es nun Vertriebs- oder Anzeigenumsätze. Zudem profitieren die Magazine von der garantiert hohen Auflage des Hauptprodukts – immerhin rund 600 Tsd. Exemplare pro Ausgabe. Beste Voraussetzungen für das Anzeigenmarketing.

Ein Blick auf die Leistungwerte

Wie an der Darstellung zu erkennen ist, profitieren beide Titel sehr stark von ihren günstigen Anzeigenpreisen. 22.800 Euro (Zeit Magazin) bzw. 16.200 Euro (SZ Magazin) klingen zwar nach viel Geld – wenn man die Preise aber ins Verhältnis zur Auflage setzt relativiert sich das Ganze. So ist das SZ Magazin beim Tausend-Auflagen-Preis rund 50% günstiger als der Spiegel und 70% günstiger als Focus. Ähnlich verhält es sich beim Zeit Magazin.

Fazit

Wenn man bei der Printplanung besonders viel Wert auf niedrige Tausend-Auflagen-Preise legt, dann führt kein Weg an Zeit und SZ Magazin vorbei.